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180° in 180 Worten - Ausgabe 8

Heute: Atomausstieg
Der GAU im Fukushima Dai-Ichi spült die lange verdrängten Befürchtungen einer Wiederholung des Tschernobyl-Desasters zurück in die öffentliche Wahrnehmung und Diskussion. Wie üblich reagieren wir Deutschen erst gar nicht und dann in übersteigerter Panik. 


Die Energieerzeugung durch Atomspaltung ist riskant. Seit langem ist bekannt das es in der Nähe von Atomreaktoren zu einem statistisch signifikanten Anstieg von Leukämie kommt. Die Atomenergieerzeugung ist nicht abfallfrei und Notsituationen treten, auch in sicheren Regionen, häufiger auf als von den Autoritäten zugegeben wird. Mittel- bis Langfristig ist ein Atomausstieg unumgänglich.
Nichtsdestotrotz brauchen wir Strom. Hals-über-Kopf aus der Atomkraft zu fliehen hilft keinem ausser den ausländischen Stromkonzernen bei denen wir uns dann unseren Strom teuer einkaufen müssen. Wenn wir aber dafür sorgen das die AKW-Betreiber zukünftig alle Anschaffungs-, Abschaffungs- und Müllentsorgungskosten selbst tragen müssen, bewerkstelligen wir den Atomausstieg durch die Anpassung der Atomstrompreise an die Realität. Alternative Stromquellen haben dann die Möglichkeit, die entstehende Versorgungslücke für Grundlastkraftwerke zu füllen. Notwendig dafür wird aber der Abschied vom CO²-Glauben sein, denn um die Kohle, über die wir preiswert verfügen können, kommen wir ohne Alternativen nicht herum.

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