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180° in 180 Worten - Ausgabe 20

Heute: Klarmachen zum Kentern!

Wie sagt doch der Volksmund so passend: Wer nach allen Seiten offen ist, ist nicht ganz dicht. Damit lässt sich im Großen und Ganzen wohl die Irrfahrt der Piratenpartei in den politischen Gewässern der BRD zusammenfassen. Ohne Kurs und Kompass hieß die Devise „Klar zum Ändern“. Die Ähnlichkeit mit Obamas von jeglichem Sinn entleertem „Change“ ist offensichtlich.

Ach hätten Sie doch  nur !
Die Piraten haben ihre Programmatik, abgesehen von ihren Positionen zur Net-Neutrality, stets zwischen vage und undefiniert gehalten und sich damit für viele Wähler und Aktivisten, einschließlich mir, interessant gemacht. Schnell wanderten die ersten Drittreihen-Politiker aus den Etablierten in die Piratenpartei ab und ließen durch ihre Aktionen und Positionen die Frage aufkommen, wieso diese überhaupt gewechselt waren.

Die Programmatik der linken und grünen Abwanderer ist nun, das hat der Bundesparteitag am 3. und 4. Dezember gezeigt, in weiten Teilen in die morschen Planken des Schiffs aufgesogen worden. Ja, zu BGE und doppelter Staatsbürgerschaft. Nein, zur ESM-Ablehnung - Änderungen am für die Krise ursächlichen Geldsystem sind nicht in Sicht. Das nach allen Seiten offene Piratenschiff ist überraschend schnell an den Küsten des Establishments gestrandet.  

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