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180° in 180 - Ausgabe 1

Inspiriert durch Mike Shanklins "180° in 180 Seconds" werde ich jetzt regelmäßig "180° in 180 words" machen und mich jedes mal mit Themen aus dem aktuellen Diskurs beschäftigen und diese in nur 180 Worten in einem um 180° vom Mainstream abweichenden Blickwinkel betrachten. Genug der Vorrede, Los gehts!


180° in 180 - Heute: Dioxinskandal!!!

Wieder einmal ein Nahrungsmittelskandal! Dioxin im Tierfutter. Erster Ruf: Mehr Kontrollen müssen her. Dabei sind die Lebensmittelkontrollen in der BRD so scharf und umfangreich wie in keinem anderen Land. Zugegeben versucht insbesondere die EU die deutschen Lebensmittelkontrollen zunehmend aufzuweichen, aber: Ist es überhaupt die Aufgabe des Staates die Qualität von in einer Marktwirtschaft produzierten Gütern zu überprüfen?

Eine hochgradig zentralisierte Kontrollinstanz schafft für Lobbyisten nur die nötige Anlaufstelle. Anstatt das jeder Zwischenhändler einzeln geschmiert werden muss, verlassen sich Händler und Verbraucher gleichermaßen blind auf die Qualität des Produktes, denn Vater Staat hat ja seinen Segen gegeben.

Auf dem Freien Markt ist jeden Tag Qualitätscheck und jeder Produzent weiß, dass er sich im steten Wettbewerb mit anderen Buhlern um die Gunst der Kunden befindet. Wenn in Asterix Dorf mal wieder zu hören ist das Verleihnix Fische stinken weil sie nicht frisch sind, wird er entweder versuchen den Mangel schnellstens abzustellen oder wird durch einen besseren Fischhändler verdrängt werden. Hier wird schon klar was fehlt: Der Ruf durchs Dorf. Also: In Zukunft keine Rufe nach mehr Kontrollen sondern an den Pranger mit dem Produzenten.


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